SEMINAR ROBERT MEHL

1 Tages-Seminar mit Dipl. Psych. Robert Mehl

„ JAGEN – Verhalten und Neurobiologie des Hundes“
26. Januar 2020 in Basel (Münchenstein) /Schweiz

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Die neurobiologischen Grundlagen von Jagdverhalten und deren Auswirkungen in Sport und Alltag

Einmal von der Leine gelassen, zeigen Hunde ganz unterschiedliche Formen des Jagdverhaltens. Einige schnüffeln sich langsam davon, andere hetzen los, sowie sie Wild gesehen haben, manche stöbern wild im Feld und einige leben dafür, die Beute zu packen.
Dann gibt es noch Hunde, die nicht nur Wild jagen, sondern auch andere Bewegungsreize wie Autos, Jogger oder Bälle. Jagende Hunde können im Training und im Alltag eine Herausforderung sein. Auf der anderen Seite arbeiten Jäger auch heute noch mit Jagdhunden zusammen und verlassen sich darauf, dass der Hund seine Aufgaben zuverlässig erledigt.

Der jagende Hund ist jedoch nur das äußere Bild.  In Wirklichkeit jagt sein Gehirn!

Dieses Seminar betrachtet das Jagdverhalten von Hunden aus einer neurobiologischen Perspektive. Nach einer kurzen Einführung in die Neuroanatomie finden sich alle Teilnehmer schnell selbst in diesem komplexen Organ zurecht.  Dann beginnen wir mit der Frage, wie der jagdliche Reiz überhaupt in das Gehirn des Hundes hineingelangt und wie er dort verarbeitet wird. Wir sprechen über Motivation und Appetenz und besuchen die zuständigen Schaltstellen. Dann gehen wir weiter zu den Teilen des Gehirns, in denen die Verhaltensprogramme, das eigentliche Jagd“-Verhalten“, abgelegt sind. In diesem Zusammenhang sprechen wir auch über angeborene Verhaltensketten und rassebedingte Hypertrophien.

Als nächstes widmen wir uns dem Lernverhalten. Wir sprechen über die gewollte oder ungewollte Förderung jagdlichen Verhaltens, über Entwicklungsphasen, Übung von Bewegungsmustern, Erwerb von Beuteschemata und den Erwerb sozialer Fähigkeiten, die für die Zusammenarbeit mit dem Menschen und anderen Hunden und für die Impuls- und Selbstkontrolle wichtig sind. In diesem Rahmen gehen wir auch auf die Themen Belohnung, Bestrafung und operante Konditionierung ein.

Zuletzt schauen wir uns an, welche Probleme und Störungen aus neurobiologischer Sicht im Bereich des Jagdverhaltens auftreten können und sprechen auch kurz über Suchtverhalten.

Vor diesem Hintergrund können die Teilnehmer sich ein vollständigeres Bild vom Jagdverhalten ihres Hundes machen und von den Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen. So können sie vorhandene Trainingsansätze in diesem Bereich kritisch hinterfragen und ggf. eigene Lösungsideen für individuelle Probleme entwickeln.

Wir laden Sie ein, sich in die faszinierende Welt des Gehirns des Hundes entführen zu lassen. Unser Gastdozent Robert Mehl versteht es wie kein anderer, Ihnen ungeahnt spannende und leicht verständliche Einblicke in die Zusammenhänge von Verhalten und Neurobiologie zu eröffnen.

Für wen?
Für jeden Hundefreund, Hundebesitzer und Hundeschaffende. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen Arbeiten und ersetzt kein Training und keine (Verhaltens-)Therapie.

Zeit:  Sonntag, 26. Januar 2020 von 09.00 – ca. 17.00 h (inkl. Mittagspause)

Ort:   Münchenstein (Baselland)
Der genaue Veranstaltungsort wird den Teilnehmern nach definitiver Anmeldung mitgeteilt.

Investition:
CHF 220.— pro Teilnehmer bei definitiver Anmeldung
(Auch geeignet als Weihnachts-Geschenk-Gutschein. Bitte kontaktieren Sie uns.)

Anmeldeschluss:  11. Januar 2020 (bzw. beim Erreichen der max. Teilnehmerzahl)
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt auf 20 Personen

Zu unserem Gastdozenten Dipl. Psych. Robert Mehl:

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er ist Dozent und Teamleiter des Bereichs Hundepsychotherapie bei dogument und Dozent bei D.O.G. People. Seit 2016 ist er zudem freiberuflich als Referent sowie Coach und Systemischer Berater tätig.

Er studierte in Magdeburg, Tucson (Arizona, USA) und Hamburg und war anschließend Mitarbeiter an der Universität Magdeburg im Fachbereich Klinische Psychologie mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression", Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln und leitete Seminare zum Thema Diagnostik und Forschungsmethoden (EEG).

Mit therapeutischen Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ (dogument) arbeitete er als Psychologe und Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt mit jungen Straftätern.

Als Leiter des Kriminologischen Dienstes des Landes Sachsen-Anhalt arbeitete er u.a. an der Entwicklung von VBA-Lösungen zur computergestützten, standardisierten Diagnostik und leitete kriminologische Forschungsprojekte.

Anschließend arbeitete er in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie mit den Schwerpunkten Diagnostik, Familienberatung und Systemische Therapie.

Fachgebiete:

·         Entwicklungspsychologie (des Hundes)
·         Lernpsychologie (des Hundes)
·         Neurobiolog.Grundlagen von Verhaltensproblemen u.psych. Erkrankungen (bei Hunden)
·         Kommunikations- und Beratungstechniken
·         Selbstentwicklung und Selbsterfahrung

Wir schicken gerne die Anmelde-Unterlagen per Mail oder Post - bitte hier kontaktieren
oder
Direkt zur Anmeldung die zu unserer Webseite "mantrailing-basel.ch" gehört - bitte hier anklicken