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Tipps zum Training

 

Tipps für ein erfolgreiches und freudiges Hundetraining

Planung: Ueberlege Dir vor dem Training genau, was Du trainieren willst und was Dein Ziel ist. Gehe systematisch vor. Planloses und sprunghaftes „drauf-los-üben“ endet immer im Chaos und bringt Frust statt Erfolg.

Kleine Schritte: Teile Dein grosses Ziel (wie z.B. Apportieren oder „Frei-Fuss“) in viele kleine Schritte auf. Hund und Mensch sind weitaus motivierter, weiter zu arbeiten, wenn die ersten Etappen gelungen sind. Direkt auf ein grosses Ziel zuzusteuern bedeutet, dass der Misserfolg vorprogrammiert ist.

Freundlicher Start: Beginn das tägliche Training immer mit einer Uebung, die der Hund bereits gut beherrscht. Erste Erfolge spornen an, neue, schwerere Uebungen anzugehen.

Spass muss sein: Trainiere nicht ausschliesslich Unterordnung, sondern auch ruhig mal einen Party-Gag oder etwas „ziemlich sinnloses“, einfach nur, weil es Spass macht. Lernen sollte Spass machen.

Kommunikation: Behaupte nie, Dein Hund sei stur, dumm oder aufsässig, nur, weil Du nicht fähig bist, ihm klar zu machen, was Du von ihm erwartest. Vergiss nie: alle Kommunikation zwischen Dir und ihm muss und kann nur auf der Ebene des Hundes geschehen.

Steter Tropfen! Der Hund weiss nicht, ob er sein „Lernziel“ erreicht hat oder nicht. Er lernt in jeder Sekunde, in der er atmet. Setze klare Zeichen: Jetzt ist Training. Und jetzt ist Spiel und Spass. Dabei sollte das Training jeweils in kleinen Zeitspannen (je nach Alter des Hundes zwischen 2 und 10 Min.) abgehalten und stattdessen lieber mehrfach in die gemeinsamen, täglichen Spaziergänge eingebaut werden.

Das Ziel ist ein Erfolg. Beende das Training immer mit einem Erfolg, nie mit einem Misserfolg. Auch, wenn Du mit Deinem Hund heute nicht erreicht hast, was Du Dir vorgenommen hattest. Mensch und Hund gehen gleichermassen weitaus motivierter und freudiger an das nächste Training heran.

Signalkontrolle: Ueberprüfe stetig, ob Dein Hund auch wirklich verstanden hat, was Du von ihm willst. Sitzt das Hörzeichen ebenso wie das Sichtzeichen oder versteht Dein Hund Deinen verbalen Befehl „sitz“ nur, wenn Du dazu den Zeigefinger erhebst?

Lob und Tadel: Sowohl die Bestätigung als auch die Korrektur muss „auf den Punkt“ und blitzartig erfolgen, d.h. innert 1 Sek. Vergiss nie: wer korrigieren kann, muss auch anständig loben können. Erfolgt nach einer guten, schnellen und präzisen Korrektur die richtige Handlung des Hundes, muss dafür gleichermassen präzise gelobt werden. Sorge dafür, dass das Lob immer dominierender ist als der Tadel.

Gaben nutzen! Verschenk keine Belohnung. Lobe mit der Stimme oder mit Guddi oder mit Spiel oder mit Freilauf. Verschenke nie all diese Gaben gleichzeitig. Aber verteile sie aus aufrichtig freudigem Herzen.

Leinen-Zieher: Lass den Hund nie frei, solange er an der Leine zieht und zerrt. Du konditionierst damit nur: „Leine ziehen bringt Freilauf!“ Dein Hund wird sich das merken!

Selbstkontrolle: Kontrolliere Dich auch selbst. Sind Deine Befehle eindeutig und immer die gleichen? Vermeidest Du Endlos-Reden? Hat Dich der Ehrgeiz gepackt oder stimmt das Training mit der Kon-dition und Konstitution des Hundes überein? Achte auf Deine Körperhaltung: machst Du gedankenlos zuviel Druck auf den Hund? Ist Dein Tadel ruhig, konsequent, schnell und glaubwürdig genug? Ist Dein Lob wirklich ein „sich-mit-dem-Hund-freuen“? Bist Du heute mit dem falschen Bein aufgestan-den? Dann schenk Dir einen trainingsfreien Tag, Dir und Deinem Hund zuliebe.

Volle KonzentrationWährend des Trainings sind Deine Gedanken und Deine Konzentration 100% beim Hund. Erklärungen und Fragen an den Uebungsleiter oder Unterhaltungen mit anderen Teilnehmern haben Zeit, bis nach dem Training.